SOZIALES LERNEN IST Hoch im Kurs

Den Scheck in Höhe von 10.000 Euro anlässlich des Sponsorenlaufs 2014 konnte der philippinische Schulleiter Dr. Magallon sogar persönlich in Neustadt/Wied in Empfang nehmen.

Junge Menschen machen in sozialen Projekten wertvolle und unverzichtbare Erfahrungen, sowohl im persönlichen Bereich, als auch im Miteinander mit anderen Menschen. Hierzu können speziell Schulen einen besonderen Beitrag leisten. Doch dafür ist eine gute Kooperation mit einem außerschulischen Partner eine wichtige Voraussetzung.

Ein Beispiel für eine besonders gute Vernetzung ist die Zusammenarbeit der Realschule Plus in Neustadt Wied mit der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. in Windhagen. Seit nunmehr zehn Jahren unterstützt die deutsche Bildungseinrichtung eine High School für derzeit rund 1.000 benachteiligte Mädchen und Jungen auf den Philippinen.

Für die ehrenamtliche Schulkoordinatorin von „Kinder in Not“, Brunhilde Ehrenberg, ist die enge Kooperation mit der Realschule Plus eine Herzensangelegenheit. Sie besucht die Schule und steht für Workshops, Projektwochen und Infoveranstaltungen zur Verfügung. Darüber hinaus freut sie sich natürlich, wenn mit der finanziellen Unterstützung der Realschule spezielle Projekte in der philippinischen Partnerschule umgesetzt werden können.

Für Realschulkonrektor Bernhard Stuch spielt die Kontinuität des gemeinsamen Wirkens eine wichtige Rolle. Dies gilt zum einen für die Zusammenarbeit der beiden Partner hier in Deutschland, aber auch für die beständige Weiterentwicklung des Projektes auf den Philippinen.
Gleich zu Beginn der Kooperation beschloss Bernhard Stuch, sich auf eigene Kosten ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Was er dort sah und erlebte bildete die Basis für viele Aktionen, die er seitdem in Zusammenarbeit mit seinem Kollegium und seinen Schülerinnen und Schülern auf die Beine stellte. Angefangen mit dem Verkauf von Kunstkalendern über Charity-Veranstaltungen und Sponsorenläufe bis hin zu Projekttagen und Weihnachtsaktionen. Berhard Stuch schätzt, dass die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ mit dem DZI-Spendensiegel ihre Seriosität und Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellt, denn gerade dieses entfaltet für viele, die an der Nachhaltigkeit der Hilfsaktionen zweifeln, große Überzeugungskraft. Die insgesamt erreichte Spendensumme von knapp 85.000 € ist aber nur eines der wichtigen Ziele, die mit dem langfristigen Engagement verfolgt werden: die Schülerinnen und Schüler lernen eigene Stärken und Schwächen kennen, sie erweitern ihre Kommunikationsfähigkeit, verbessern ihre Teamfähigkeit und schulen ihre Wahrnehmungsfähigkeit. Vor allem aber lernen sie, dass auch sie selbst mit ihren Aktionen eine wirkungsvolle Hilfe für Notleidende geben können – ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung zu einem verantwortlich handelnden Menschen.

Somit ist die Kooperation zwischen Schule und Hilfsorganisation eine klassische „win-win-Situation“, von der bedürftige Kinder und Jugendliche rund um die Welt und Schüler und Schülerinnen hier in Deutschland gleichermaßen profitieren.