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Zukunftsperspektiven für HIV-positive Familien

Projekt:
Casa Criança Querida


Region:
Brasilien, Sâo Paulo


Ziel:
HIV-positiven Familien Perpektiven für eine bessere Zukunft eröffnen


Maßnahmen:
Ganztagsbetreuung
Vorschule
Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht
medizinische und psychologische Unterstützung

Offiziell gilt das brasilianische Aids-Programm mit seiner kostenlosen Versorgung mit antiretroviralen Arzneistoffen als vorbildlich. Doch die Realität sieht anders aus: es fehlt an qualifizierten Ärzten, konstanter Betreuung der Patienten und oft auch an notwendigen Medikamenten. Vor allem in den ärmeren Bevölkerungsschichten kommt zu den fehlenden Behandlungsmöglichkeiten ein weiteres Problem hinzu. Krank zu sein bedeutet, dass man sich nicht um das Einkommen und die Versorgung der Familie kümmern kann. Die HIV-Erkrankung verschärft also die Armut und entwickelt sich über kurz oder lang zu einer Katastrophe für die ganze Familie.

Die "Casa Criança Querida" wird von rund 50 Kindern aus HIV-positiven Familien besucht. In der Tagesstätte erfahren die Mädchen und Jungen oftmals zum ersten Mal in ihrem Leben Fürsorge und Zuwendung. Ab dem Alter von sechs Monaten können sie in der Einrichtung aufgenommen werden. Geregelte Tagesabläufe mit Lern- und Spielzeiten und gesunde Mahlzeiten tragen erheblich zur positiven Entwicklung der Kinder bei. Für die älteren Tagesstättenkinder ist der regelmäßige Schulbesuch Pflicht.

Die besondere Herausforderung des Projekts liegt in der Einbeziehung der Mütter. Ziel ist es, die gesamte Familie in das breit gefächerte Netzwerk der "Casa Criança Querida" von gesundheitlicher und sozialer Hilfe einzubetten.

Impressionen

Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut.

Aenne Burda