Hoffnung für behinderte Stammeskinder in Madyha Pradesh


Eine Chance auf Schulbildung gibt es für die meisten behinderten Kinder in Indien nicht. In der Großgemeinde Sendhwa wollen wir dies nun ändern. 

Der Bundesstaat Madhya Pradesh gehört zu den ärmsten Flecken Indiens. Zu der ohnehin schon schwierigen Lebenssituation kommt hinzu, dass - wie in ganz Indien - viele Kinder körperlich und/oder geistig behindert zur Welt kommen.

In und um die Großgemeinde Sendhwa leben schätzungsweise 6.000 Menschen mit Behinderung. Das Herz von Schwester Julia schlägt ganz besonder für die Kinder unter ihnen, denn sie wachsen ohne jegliche Fürsorge und Förderung auf. Als die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. Anfang 2017 auf ihr Behindertenzentrum "Snehasadan" aufmerksam wurde, betreuten Schwester Julia und ihr Team dort 20 behinderte Mädchen und Jungen.

Die Aktionsgruppe beschloss hier langfristig zu helfen und finanzierte im ersten Schritt die Erweiterung des Heims. Nach der Fertigstellung im Juni 2019 ist es nun wichtig, über Patenschaften die kontinuierliche Finanzierung dieses Hilfsprojekts sicherzustellen. 

In dem Therapiezentrum Snehasadan können durch die Gebäudeerweiterung insgesamt 150 behinderte Mädchen und Jungen auf ein möglichst unabhängiges Leben vorbereitet werden. Für die fünf- bis zehnjährigen Schützlinge wird es zunächst darum gehen, eine eigenständige, tägliche Routine zu erlernen: selbstständig zu essen, auf die Toilette zu gehen, sich anzuziehen und zu waschen. Der nächste Schritt ist die schulische Förderung, entsprechend den jeweiligen Möglichkeiten der Kinder. Nicht zuletzt stehen dann noch Sprach-, Neuro- und Physiotherapie auf dem Stundenplan. Alle Maßnahmen werden eingebunden in eine gute ärztliche Versorgung.
Aber nicht nur die Arbeit mit den behinderten Kindern selbst wird gefördert. Mindestens genauso wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Mütter und Väter müssen lernen, dass ihre behinderten Kinder Fürsorge und Liebe brauchen, um sich entwickeln zu können.

Ziel unseres neuen Projektes ist es, die benachteiligten Kinder in der Großgemeinde Sendhwa aus der gesellschaftlichen Isolation zu holen und den Weg in ein möglichst eigenständiges Leben zu eröffnen.

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