Die Lebensumstände dieser Familie haben wir nur dadurch erfahren, da zwei der Kinder unsere Kindertagesstätte in Sao Paulo besuchen.
Die beiden kleinen Jungen in unserer Tagesstätte waren stark unterernährt und hatten immer wieder einen hartnäckigen Husten. Sie erzählten der Helferin Martha in der Creche, dass sie unter einer Brücke lebten. Martha konnte dies kaum glauben und begleitete die Kinder an einem Wochenende auf dem Weg nach Hause. Was sie dann sah, bestürzte sie. Die Mutter lebte mit 6 ihrer Kinder im Alter von 3 Jahren bis 11 Jahren in einem notdürftig eingerichteten alten Zelt. Sie schliefen auf alten Säcken und es fehlte an allem Dazu kam noch, dass die Mutter alkoholabhängig war. Aus Angst, dass man ihr die Kinder wegnehmen würde, lehnte sie jede Hilfe ab. Martha besuchte sie immer wieder, brachte ihr Essen aus der Tagesstätte mit und gewann langsam ihr Vertrauen. Ein Spender, der von dieser schlimmen Situation hörte, half unverzüglich. Schon bald konnte der Familie ein kleines Bretterhaus zur Verfügung gestellt werden. Die Freude darüber währte leider nicht lange. Durch den Alkohol und dadurch, dass zwei ihrer älteren Kinder, die nicht mehr zu Hause lebten, im Drogengeschäft tätig waren, fiel die Mutter in heftige Depressionen. In der Tagesstätte, die von der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ unterhalten wird, wurden zwischenzeitlich 5 ihrer Kinder betreut. Dort erhielten sie wenigstens genügend zu essen und ein Arzt versorgte sie regelmäßig. Dann passierte das große Unglück. Der Zustand der Mutter verschlechterte sich. Sie bat ihren Bruder sie in eine Psychiatrie einzuweisen. Er bekam jedoch erst am nächsten Tag einen Termin für seine Schwester. Bis zur Einweisung blieb sie bei ihm in der Hütte. In der Nacht übergoss sie sich mit Benzin, wurde in ein Spezialkrankenhaus gebracht und fiel ins Koma. Da die kleinen Geschwister völlig allein waren, verständigte Martha die ältere Schwester, die im Norden Brasiliens lebte. Sie schickten ihr ein Flug-Ticket und die 19jährige traf kurze Zeit später in Sao Paulo ein. Auch der älteste Sohn, der in Sao Paulo einen Arbeitsplatz gefunden hatte und die Mutter gelegentlich durch Lebensmittel unterstützt hatte, war schnell zur Stelle und kümmerte sich um die Kleinen. In der darauf folgenden Nacht starb die Mutter. Die Kinder waren völlig verzweifelt. Nach langen Gesprächen entschloss sich die älteste Schwester, Mona, ihren Wohnort im Norden Brasiliens zu verlassen und bei ihren jüngeren Geschwistern zu bleiben um sie zu versorgen. Ihr Bruder versprach sie zu unterstützen. Sie hatten aber nicht mit den beiden drogensüchtigen Brüdern gerechnet, die nach wenigen Tagen kamen und Geld und Kleidung forderten. Die Leiterin unserer Tagesstätte machte diesen Jugendlichen dann unmissverständlich klar, wenn sie noch einmal in der Hütte ihrer Familie auftauchen würden, würde sie die Polizei verständigen. Zwischenzeitlich sind nach dem Tod der Mutter einige Wochen vergangen. Mona, die älteste Tochter (die Namen wurden auf Wunsch der Familie geändert) kümmert sich rührend um ihre Geschwister. Die Kleinen bringen Essensreste aus der Tagesstätte mit nach Hause und als Übergangshilfe erhielt sie eine Spende, mit der sie sehr sparsam umgeht. Die Kinder vermissen ihre Mutter sehr und leben in Angst, dass eines Tages die große Schwester sie ebenfalls verlässt. Mona, die sich öfters Rat in der Tagesstätte holt, und ihr Bruder, wollen die Geschwister nicht im Stich lassen. Es ist unglaublich Mona, hat nie eine Schule besucht aber sie hat ein so starkes Verantwortungsbewusstsein, dass alle sie bewundern. Ohne finanzielle Hilfe werden die Beiden es jedoch leider nicht schaffen. Jede noch so kleine Spende, wird ihnen Mut machen und die Familie hoffen lassen, dass sie zusammen bleiben kann. Bitte helfen Sie mit! Spendenkonto: Stichwort „Mona“ Sparkasse Neuwied BLZ 574 501 20 Konto 012 022 752
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